Asa Baako – Busua Musik Festival

Hallo meine Lieben,

Die letzten Wochen waren für mich sehr erholsam und ich war sehr viel unterwegs, deshalb kommt jetzt etwas sehr verspätet erst der Blogeintrag zum Independence Day (06.März), den ich mit Liv und Josephine auf dem Music Festival in Busua verbracht habe:

Wir sind am Samstag (4.3.) ganz früh morgens um 4:30 Uhr an der Metro Mass Station gewesen und haben den Bus nach Tokoradi genommen, der tatsächlich schon um 5:20 Uhr losgefahren ist. Von Tokoradi (einer sehr großen Handelsstadt) aus, ging es dann mit dem Trotro weiter nach Agona (nicht zu verwechseln mit Agona Swedru!) und von dort aus mit dem Taxi nochmal 20 Minuten nach Busua, bei dem wir uns auch noch zu viert hinten rein quetschen mussten… Damit waren wir zwar erst einmal angekommen, stellten aber bei Ankunft in unserem, 2 Monate vorher schon reservierten, Hotel fest, dass es wohl nur Doppelbuchungen gab und kein Zimmer mehr für uns frei war. Wir trafen dann aber glücklicherweise einen Typen aus Holland, der mit seiner ghanaischen Frau in Busua wohnt und dieser hat für das Festival auch 5 Zimmer vermietet, von dem noch eins frei war. Also hatten wir doch noch Glück im Unglück, denn ganz Busua war aufgrund des Festivals wirklich so überfüllt mit Freiwilligen, dass es kaum noch Hotels gab, die freie Zimmer hatten! Nachdem wir uns also häuslich eingerichtet hatten, gönnten wir uns erstmal ein Bierchen am Strand, der unglaublich schön ist und schlenderten ein bisschen an den vielen Ständen mit Essen oder ghanaischer Kleidung und Mitbringseln entlang, die an der ganzen Bucht aufgestellt waren. Es waren wirklich Menschenmassen von Obronis (Weißen) unterwegs und überall wurde auch schon Musik gespielt. Am Strand lief auch eine Gruppe von Musikern entlang, die von einer Traube Kinder verfolgt wurden, die tanzten und deren Gesichter bemalt waren.
Abends haben wir uns dann an einem der vielen Stände etwas zu essen geholt und sind dann wieder zur Scorpion Hill Lodge gegangen, wo wir unter Palmen und barfuß im Sand zu wirklich guter Musik noch ganz viel getanzt haben! Es gab auch total leckere Cocktails in Kokusnüssen und Hängematten direkt am Meer, sodass auch genug Zeit zur Erholung blieb. Es war ein wirklich schöner Abend.
Am nächsten Tag sind wir dann an den Strand gegangen und waren gaaaaanz ganz viel schwimmen, denn Busua liegt in einer großen Bucht, sodass die Wellen nur ganz klein sind (verglichen zu den Wellen in Cape Coast und Winneba und auch sonst überall!!). Das haben wir unglaublich genossen, weil wir uns sogar mal im Wasser entspannen konnten und nicht immer aufpassen mussten, nicht von der nächsten Welle mitgerissen zu werden.

Nachmittags bin ich dann mit 10 anderen Freiwilligen (alles Swedru Leute) mit einem der Fischerboote raus zur Insel gefahren, wo sie uns abgesetzt und eine Dreiviertelstunde wieder abgeholt haben!

Auf der Insel gab es auch nicht wirklich was zu sehen, da es wirklich nur ein ganz kleines Fleckchen Land war, aber die Fahrt dorthin war ein wahres Abenteuer, weil das Boot unglaublich stark geschwankt hat und wir uns mit aller Kraft festhalten mussten, um nicht zur Seite rauszufallen! Ich glaube, wir waren alle froh, danach wieder sicher am Strand angekommen zu sein.
Am Abend stand dann die Dschungelparty, das groß angepriesene Highlight, an. Liv, Josephine und ich haben viel zu deutsch gedacht (naja eigentlich nur nicht auf die Uhr geachtet) und sind schon um 21 Uhr an der Location angekommen, dort hatte der Einlass aber noch gar nicht angefangen, da es ja erst um 21 Uhr losgehen sollte.. Gegen 22 Uhr wurden wir dann hereingelassen, haben uns erstmal ein wenig umgeschaut und nett gemacht war es schon. Überall zwischen den Palmen hingen bunte Lampions und auch der DJ machte sich so langsam auf seiner Bühne bereit.

Es füllte sich auch so nach und nach und nach einiger Zeit war die Party dann im Gange… Bis Ca. 24 Uhr, da gab es einen großen Stromausfall, der auch noch bis halb 2 andauerte! Aber da wir ja in Ghana sind, haben wir darunter gar nicht so sehr gelitten, denn es wurden promt 3 große Trommeln rausgeholt und der Mann auf der Bühne hat immer verschiedene Lieder angestimmt, in die dann die Ghanaer mit eingestimmt haben! Irgendwann war auch der Strom wieder da, aber gerade dieses “kulturelle Erlebnis” fand ich besonders toll! Zwischendurch haben wir dann auch noch mit einem Battle im Huula Hoop Reifen drehen gemacht und Limbo unter dem Reifen und es sind sogar ein paar betrunkene Idioten auf die Idee gekommen, durch den Reifen durchzuspringen! Und das erstaunlich gut 😀 Zurück zum Hotel sind wir dann auch auf eine lustige Art und Weise gekommen. Und zwar zu 8. hinten auf einem Pick up, womit wir uns gleichzeitig auch noch das Taxifeld gespart haben! 👍🏼
Am nächsten Tag bin ich dann mit einem höllisch schmerzenden Gesicht aufgewacht, weil ich mir einen totalen Sonnenbrand geholt hatte! Ich hab mich nämlich die letzten Monate auch nie eingecremt und hatte das deshalb natürlich gestern auch nicht gemacht… Aber wie ja jedes Kind weiß: aus Fehlern lernt man und ich werde mich jetzt trotzdem wieder eincremen! Auch wenn ich die Monate davor auch immer ohne ausgekommen bin 🙂
Heute haben wir uns aber wirklich nur ganz entspannt an den Strand gelegt und haben den Jetski Fahrern zugeguckt, denn das kann man hier für relativ wenig Geld machen. Abends wollten wir dann eigentlich noch einmal in die Scorpion Hill Lodge, aber dort war schon alles zu, weshalb wir dann den Strand entlang spaziert sind und ein Lagerfeuer gefunden haben. Da haben wir uns dazugesetzt und nach einiger Zeit haben auch wieder zwei Ghanaer ihre Trommeln ausgepackt und drei weitere haben lustige Lieder angestimmt und wir hatten einen super schönen Abschluss vom Musik Festival.

imageEs lohnt sich auf jeden Fall!

See u soon,
Eure Kira!

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