Sunday – Free Day!

Heute war ein wunderbarer Tag! Zum Frühstück gab es wieder die leckere Erdnusspaste, die übrigens Tom Brown heißt und morgens waren wir von 8-10:30 in einer Church of Christ.

Das lief erstaunlich ähnlich ab, wie in einer evangelischen Kirche in Deutschland nur mit deutlich mehr und lauterem Gesang! Aber mir ist auch direkt aufgefallen, dass die Kirche nicht in so einem guten Zusand ist,wie bei uns in Deutschland und das generell das Haus einfach nicht wirklich wie eine Kirche aussieht. Die Kirche ist weder pompös noch sauber. Eigentlich fand der Gottesdienst in einem schlichten Steinhaus statt, in dem viele Plastikstühle aufgestellt wurden. In der Kirche selber befand sich auch eine kleine Bühne auf der die Personen platz genommen haben, die eine Aufgabe im Gottestdienst hatten. Auch der Gottestdienst an sich ist anders als in Deutschland. Zum einen hat der heutige Gottestdienst zweieinhalb Stunden gedauert und uns wurde gesagt, dass die Zeit normal wäre und manchmal der Gottestdienst auch länger gehen würde.

Caro hat uns dann auch ein englisches Liederbuch gegeben, sodass wir sogar die Twi Lieder mitsingen konnten (wenn auch mit nem anderen Text :D) und etwa in der Mitte des Gottesdienstes sind 6-10 Personen durch die Reihen gegangen und haben Brot und Wein verteilt (also Abendmahl) und in Ghana ist es überhaupt nicht üblich, dass kleine Kinder getauft werden, da sie ja noch nicht selbst entscheiden können, ob sie der Religion angehören wollen oder nicht… Aber es gibt auch keine Konfirmation, wie in Deutschland, weshalb das verständlich ist, finde ich! Deshalb dürfen auch die Kinder und alle, die nicht getauft sind, nicht am Abendmahl teilnehmen. Trotzdem haben die Mütter ihre Kinder und Babys mitgebracht und sind dann eben nicht aufgestanden, wenn ein Lied gesungen wurde oder ähnliches. Die Kirche war generell sehr voll und alle schienen die Lieder und Chore auswendig zu kennen. Sie waren auch sehr schick gekleidet und außerdem hat der Hauptsprecher in Twi geredet, aber jemand hat es ins Englische übersetzt, sodass wir sogar ein bisschen etwas verstehen konnten…  Die Sprache ist hier schon eine ganz schöne Barriere, denn die Ghanaer reden hier in der Central Region untereinander wirklich nur in Twi und den einzelnen “Dialekten”. Also Fante stammt zB genauso davon ab, wie Swizer Deutsch von Deutsch, aber von Fante gibt es wieder unterschiedliche Formen. Das geht jetzt aber ein bisschen zu weit, glaube ich.
Ich fand es jedenfalls gar nicht so langweilig, obwohl es so lange gedauert hat!
Danach sind wir nach Hause gegangen und haben das erste mal mit der Hand unsere ganzen Sachen gewaschen! In Ghana ist es nämlich überhaupt nicht üblich, dass es eine Waschmaschine gibt und selbst wenn es (wie hier bei Williams) eine gibt, dann wird sie sehr selten benutzt, da die Wasser und Stromkosten sehr hoch sind und es sich nicht lohnt… Außerdem muss man hier seine Sachen sehr regelmäßig waschen, da die Luftfeuchtigkeit sehr hoch ist. Wir hatten einen Eimer mit Wasser und Waschmittel und haben dann mit einem kleinen Seifenstück die einzelnen Kleidungsstücke aneinander gerieben. Danach kamen die Klamotten in einen Eimer mit nur Wasser, um die Seife abzuspülen und dann konnten wir sie auch schon aufhängen.

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Gegen 1 Uhr wollten wir eigentlich schon in der Stadt sein (Swedru), aber wir sind (typisch Ghanaisch übrigens) erst gegen 1 Uhr losgegangen und haben dann dort Lena (eine weitere Freiwillige für einen Monat) und Lawrence getroffen. Er hatte uns ein Trotro nur für uns besorgt und so sind wir sehr komfortabel zum Strand nach Winneba gekommen (für nur 3 Cedis und 50 Pesewas, also nicht mal einen Euro!)

imageDer Strand war, um ehrlich zu sein, einfach umwerfend!!! Wir hatten leise Reggae Musik während wir entspannt im Sand lagen und haben uns dann direkt erstmal in die Meter Hohen Wellen gestürzt! Und dann ist sogar die Sonne rausgekommen und wir konnten ein bisschen an unserer ghanaischen Farbe arbeiten!

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Später sind wir dann doch in die Reggae Bar nach nebenan gegangen und dort haben wir unser erstes Ghanaisches Bier probiert und konnten ein bisschen tanzen und Spaß haben! 🙂

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Um 17 Uhr wollten wir dann eigentlich zurück, aber wir sind natürlich wieder nicht pünktlich losgekommen und sind erst noch ein wenig am Strand herumgewandert.

Dann sind wir gegen 18 Uhr die Straße hochgelaufen, um dem Fahrer etwas entgegenzugehen, denn Lawrence hatte den dafür bezahlt, das er uns später auch wieder abholt. Als wir eine geeignete Kreuzung erreicht hatten und dem Driver mitteilten, dass wir dort sind, meinte er, er bräuchte noch 20 Minuten. Da wir dachten, dass das schon ok ist, blieben wir dort und warteten. Und immer, wenn wir den wieder anriefen, bekamen wir die Info, dass es nur noch 10 Minuten seien und dann meinte er eine Stunde lang, dass er schon in der Stadt wäre… Nun ja, letztendlich warteten wir ganze 2 Stunden statt der ursprünglich erwarteten 20 Minuten… Das Ghanaische Zeitgefühl eben 😀
Kurz nachdem wir dann losgefahren waren, ist das Auto ausgegangen und auch eine Zeit lang nicht wieder angesprungen. Aber wir warteten geduldig und siehe da, führen wir weiter. Danach kamen wir noch durch eine Polizeikontrolle und unsere Fahrer schnallte sich vorher artig an, bei uns gab es allerdings keine Gurte, denn in Ghana hat nur der Driver Anschnallpfilcht!!
In Agona Swedru angekommen, mussten wir dann wieder ein Taxi nach Hause nehmen und da keine zwei dort waren, haben wir uns zu 8(!!!) in einen 5-Sitzer gestapelt, also drei Leute hatten wen auf dem Schoß! Also Abenteuer Pur!!

Als wir dann bei Williams angekommen waren, haben wir sogar noch ein neues Hauptgericht kennen gelernt: Fufu in Suppe! Fufu besteht aus gekochten Plantains und Cassava (Maniok) und man muss das ganz lange zusammen stampfen, um den “Kloß” daraus zu bekommen. Ich fand es wieder total super, weil es mich ein bisschen an die Knödel von Oma erinnerte, die ich so liebe 🙂 nur in riesig und nicht ganz so fest, sondern so, dass man es super mit der Hand in die Suppe kneten und essen konnte!

An dieser Stelle muss ich auch schon wieder sagen, gute Nacht!

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